Geheimdienst lässt grüßen – Neue Spionagesoftware mit russischen Wurzeln entdeckt

Sicherheitsexperten von G Data haben ein neues hochentwickeltes Spionageprogramm entdeckt. Die Software „Uroburos“ entwendet laut Experten seit drei Jahren hochsensible Daten von staatlichen Einrichtungen, Nachrichtendiensten und Großunternehmen – im Auftrag eines Geheimdienstes.Von FOCUS-Online-Redakteurin Marion Lenke

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Sicherheitsexperten von G Data haben ein neues hochentwickeltes Spionageprogramm entdeckt. Die Software „Uroburos“ entwendet laut Experten seit drei Jahren hochsensible Daten von staatlichen Einrichtungen, Nachrichtendiensten und Großunternehmen – im Auftrag eines Geheimdienstes.

Der IT-Security-Hersteller G Date hat einen großangelegten Spionageangriff aufgedeckt. Das  Ziel sind laut des Pressesprechers von G Data, Thorsten Urbanski, Militäreinrichtungen, Regierungsbehörden und Großunternehmen.

Die Schadsoftware arbeitet autonom und verbreitet sich selbstständig in den infizierten Netzwerken. Damit können selbst Geräte, die nicht mit dem Internet verbunden sind, ausspioniert werden. Den Security-Experten zufolge ist die Software seit rund drei Jahren unentdeckt aktiv: „Wir gehen davon aus, dass die Software genügen Zeit hatte, in gewünschtem Umfang Daten abzugreifen und Schäden anzurichten“, erklärt Thorsten Urbanski.

Wer genau hinter dem Angriff steckt, ist auch den Experten nicht bekannt, der Code wurde aber offenbar von russisch-sprechenden Entwicklern geschrieben. Aufgrund der Komplexität des Programms vermuten die Experten, dass große personelle Kapazitäten hinter der Software stehen. Nach Einschätzung von G Data ist es sehr wahrscheinlich, dass der Schädling von einem Geheimdienst verwendet wird: „Technische Details, zum Beispiel im Bereich der Verschlüsselung, sprechen dafür, dass die gleiche Gruppe, die 2008 die Cyber-Attacke gegen die USA geführt hat, hinter dem Angriff steckt. Damals wurde das amerikanische Militär durch die Schadsoftware „Agent.BTZ“ ausspioniert. Welche Länder genau von dem Angriff betroffen sind, ist derzeit noch nicht bekannt: „Wir gehen aber davon aus, dass es ein weltweites Problem ist“, erklärt Thorsten Urbanski.

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