Die richtige Bezahlmethode als Erfolgsfaktor

Ob Kunden in Ihrem Shop einkaufen, hängt neben intuitiver Bedienung, dem Design und den angebotenen Produkten vermutlich am meisten von den zur Auswahl stehenden Bezahlmethoden ab. Doch welche Bezahlmethode ist sowohl für Händler als auch für Kunden zufriedenstellend? Risiken, Kosten und Mehrwert für Kunde und Händler müssen ausgewogen sein. In diesem Blog stelle ich Ihnen einige Bezahlmethoden kurz vor.

Ob Kunden in Ihrem Shop einkaufen, hängt neben intuitiver Bedienung, dem Design und den angebotenen Produkten vermutlich am meisten von den zur Auswahl stehenden Bezahlmethoden ab. Doch welche Bezahlmethode ist sowohl für Händler als auch für Kunden zufriedenstellend? Risiken, Kosten und Mehrwert für Kunde und Händler müssen ausgewogen sein. In diesem Blog stelle ich Ihnen einige Bezahlmethoden kurz vor.

Es ist wichtig zu wissen, dass sich die bevorzugten Zahlweisen der Händler nicht annähernd mit denen der Kunden überschneiden. Jede Partei möchte natürlich das für sie einfachste und sicherste Verfahren wählen und sich so zum Beispiel vor Betrug schützen. Für Kunden ist die Bezahlung nach Erhalt der Ware am sichersten, denn wenn die Ware nicht geliefert wird, müssen sie auch nicht bezahlen oder durch aufwändige Verfahren ihr Geld zurückfordern. Das Gegenteil gilt für Händler, die ihre Ware ungerne aus der Hand geben, bevor sie nicht bezahlt ist. Die einzige Zahlweise, auf die sich Kunde und Händler einigen können, scheint PayPal zu sein, wie folgende Grafik des ECC Köln zeigt:

Payment Service Provider

Es gibt inzwischen allerdings einfache Lösungen, wie Händler die meisten Risiken einfach umgehen können: Payment Service Provider (PSP) wie z.B. Klarna. Ein PSP ist ein technischer Dienstleister, der mit dem Onlineshop verbunden ist. Sie bündeln mehrere Zahlmethoden unter einem Dach und bieten dem Händler so mehrere verschiedene Bezahlmethoden aus einer Hand. Zwei beliebte Methoden sind dabei Kauf auf Rechnung und Ratenkauf.

Kauf auf Rechnung

Wie vermutlich kein anderes Volk lieben die Deutschen den Kauf auf Rechnung. Rund 79% aller Onlineshopper bevorzugen diese Zahlweise. Wird sie nicht angeboten, werden die meisten Käufe tatsächlich abgebrochen, wird Kauf auf Rechnung angeboten senkt sich die Abbruchquote um knapp 80%. Doch für Händler besteht hier wie schon gesagt ein gewisses Risiko. Was, wenn die Ware versandt und beim Kunden angekommen ist, der Kunde aber nicht bezahlt? Der große Aufwand die Überweisungen den richtigen Kundenbestellungen zuzuweisen kommt noch hinzu.

Hier schaffen  Payment Service Provider Abhilfe. Onlinehändler können einen Vertrag mit einem solchen PSP abschließen und bezahlen dafür eine monatliche Grundgebühr und meist auch einen prozentualen Anteil jeder Rechnungssumme. Dafür trägt der PSP das volle Risiko: Er bezahlt den Rechnungsbetrag an den Onlinehändler, auch wenn der Kunde die Rechnung später nicht begleicht. Für den Kunden ändert sich nichts. Er bekommt die Ware wie gewohnt zugesandt und kann die Rechnung anschließend bezahlen. So werden Händler- und Kundenwünsche gleichermaßen erfüllt, auch wenn für den Händler einige Mehrkosten entstehen. Die Senkung der Kaufabbruchquote ist dies aber allemal wert.

Ratenkauf

Ratenkauf bietet dem Kunden die Möglichkeit, ein Produkt zu kaufen, auch wenn Sie es gerade nicht vollständig bezahlen können. Das Ausfallrisiko und der Aufand sind für den Händler hier allerdings noch größer als beim Kauf auf Rechnung, da er auf mehrere Zahlungen warten und diese den korrekten Kundenbestellungen zuordnen muss. Für den Kunden ist diese Zahlweise meist teurer, da einige Prozent des Rechnungsbetrages quasi als Zinsen zusätzlich bezahlt werden müssen. Der Kunde muss außerdem viele persönliche Daten preisgeben, sodass der Händler, falls der Kunde nicht zahlt, genügend Informationen hat, um das Geld einzufordern bzw. um vor dem Einkauf eine Bonitätsprüfung zu machen.

Auch hier übernimmt der PSP gegen eine monatliche Gebühr des Händlers das Risiko und bezahlt den Händler auch im Falle eines Zahlausfalls seitens des Kunden. Der Kunde meldet sich beim PSP an und bezahlt die Raten an ihn. So können sogar oft Einkäufe aus mehreren Shops auf einer Raten-Rechnung gesammelt werden, sofern alle Shops dies anbieten. Für den Kunde fallen beim Ratenkauf über einen PSP auch Gebühren an, die aber meist relativ gering sind.

Lastschrift

Auch Lastschrift ist ein beliebtes Verfahren bei Onlineshoppern. Der Grund dafür ist vermutlich, dass sie nichts tun müssen, als ihre Bankverbindung anzugeben. Der Händler gibt diese Daten dann an seine Bank weiter und das Geld wird automatisch vom Konto des Kunden eingezogen. Kosten sind sowohl für Händler als auch für Kunden relativ gering, sofern der Kunde keinen Widerspruch einlegt und so ein Rücklastschrift veranlasst. Allerdings werden für die Lastschrift meist keine Bonitätsprüfungen durchgeführt und der Händler weiß somit vorher nicht, ob das Konto des Kunden den Rechnungsbetrag decken kann. Also ist auch hier ein gewisses Risiko vorhanden. Da die Ware aber meist erst nachdem die Lastschrift erfolgreich war versandt wird, ist das Risiko noch überschaubar.

Obwohl das Lastschriftverfahren in der obenstehenden Grafik auf Platz 3 rangiert, scheuen sich viele Kunden davor, ihre Bankdaten wieder und wieder bei verschiedenen Onlineshops anzugeben. Gute Alternativen sind hier speziell für den eCommerce entwickelte E-Payment-Verfahren wie eWallets (z.B. PayPal) oder Direktüberweisungsverfahren, z.B. Sofort Überweisung oder giropay.

E-Payment Verfahren

Wählt ein Kunde im Onlineshop ein E-Payment Verfahren aus, wird er auf die Seite des jeweiligen Anbieters geleitet. Dort kann er dann die Zahlung bestätigen und das Geld wird an den Händler übermittelt. Der Händler sieht sofort, dass der Kunde bezahlt hat und kann die Ware versenden. Oft bekommt der Kunde von den E-Payment Dienstleistern eine Sicherheit, dass er sein Geld zurück bekommt, falls die Ware nicht oder beschädigt ankommt. So ist das Risiko, das Geld zu verlieren, vergleichsweise gering.

eWallet

eWallets sind nutzerkontenabhängige E-Payment Verfahren. PayPal ist wohl eines der bekanntesten davon und kann dank der großen Verbreitung auch ohne Schwierigkeiten international verwendet werden. Dies ist ein Vorteil, den Händler, die ins Ausland expandieren möchten, bei der Auswahl der anzubietenden Bezahlmethoden in Betracht ziehen sollten.

Für Kunden und Händler ist diese Bezahlweise dank (Ver-)Käuferschutz recht risikoarm. Sowohl Kunde als auch Händler müssen ein Nutzerkonto bei dem Dienstleister anlegen und Bankdaten müssen nur einmal bei PayPal hinterlegt werden und nicht wiederholt bei verschiedenen Onlinehändlern. Wählt der Kunde dann beim Checkout Prozess PayPal, wird er auf die Seite des Unternehmens weitergeleitet, muss siche einloggen und die Zahlung bestätigen. Anschließend wird er zurück auf die Seite des Onlineshops geleitet. Die Bank des Kunden verrechnet anschließend den Betrag und schreibt ihn der Bank des Händlers gut. Der Händler wird zeitnah darüber informiert, dass der Kunde bezahlt hat und kann die Ware so auch schnell versenden – ein weiterer Vorteil für den Kunden.

Direktüberweisungsverfahren

Im Gegensatz zum eWallet muss der Kunde bei diesem Verfahren kein Kundenkonto anlegen. Bezahlverzögerungen, die bei üblichen Vorkasse-Bezahlungen oft auftreten werden vermieten, da der Kunde im Checkout Prozess direkt auf eine Seite weitergeleitet wird, wo er die Bezahlung tätigen kann. Bei giropay ist dies die gewohnte Onlinebanking Umgebung seiner Bank. Dort kann der Kunde sich einloggen und einen bereits vorausgefüllten Überweisungsauftrag mit Hilfe einer TAN bestätigen. Dem Händler wird sofort eine Zahlungsbestätigung übermittelt, sodass dieser die Ware ohne große Verzögerung versenden kann. Sofort Überweisung arbeitet ähnlich, allerdings wird der Kunde nicht auf die Seite seiner Bank geleitet, sondern auf ein Zahlformular von Sofort. Wie genau dieses Verfahren funktioniert, sehen Sie in der folgenden Grafik:

Falsche Zahlweisen ausgewählt

Wie Sie sehen gibt es inzwischen viele Lösungen, die Händler und Kunden gleichermaßen zufriedenstellen und Risiken minimieren. Oft sind Kosten damit verbunden, doch die höhere Erfolgsquote beim Verkauf macht dies wett. Wenn Sie als Händler die von den Kunden bevorzugten Bezahlmethoden anbieten, kann kaum etwas schief gehen, tun sie dies allerdings nicht, wird ein großer Anteil – fast 24% – der Onlineshopper auf Ihrer Seite den Checkout Prozess nicht zu Ende führen:

Abschließend lässt sich also nur sagen, dass Sie sich gut überlegen sollten, welche Bezahlweisen Sie anbieten und ob der damit verbundene Mehraufwand es am Ende nicht doch wert ist.

Original gefunden auf Seoshop.de: Die richtige Bezahlmethode als Erfolgsfaktor

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