Cybermobbing gegen Lehrerin – Schüler muss 105.000 Dollar wegen Tweet zahlen

Weil ein Australier auf Facebook und via Twitter seine Musiklehrerin diffamierte, muss er nun 105.000 Australische Dollar Strafe zahlen. Seine Posts beruhten nicht nur auf falschen Anschuldigungen, sondern hatten auch einen "verheerenden Effekt".

Teilen und DetailsREUTERSEin Australier muss wegen Cybermobbing 105.000 Dollar Strafe zahlen

Weil ein Australier auf Facebook und via Twitter seine Musiklehrerin diffamierte, muss er nun 105.000 Australische Dollar Strafe zahlen. Seine Posts beruhten nicht nur auf falschen Anschuldigungen, sondern hatten auch einen "verheerenden Effekt".

Eine Musiklehrerin aus Australien wurde von ihrem Schüler auf Facebook und Twitter übel beschimpft. Sie zog vor Gericht und bekam Recht, berichtet der „Telegraph“ online. Demnach wurde der 20 Jahre alte Andrew Farley von einem australischen Gericht dazu verdonnert, der Pädagogin 105.000 australische Dollar Schmerzensgeld zu zahlen. Das sind umgerechnet rund 70.000 Euro.

Der Zeitung zufolge war Folgendes passiert: Farley begann 2012 auf Twitter und Facebook gegen die Lehrerin Christine Mickle zu hetzten – ein Jahr nachdem er die High School im Städtchen Orange (Süd-West-Australien) beendet hatte. Er war nie ihr Schüler. Allerdings arbeitete Farleys Vater als Musiklehrer an der Schule, bis er sie 2008 wegen Krankheit verlassen musste. Die 58-Jährige wurde seine Nachfolgerin. Für Farley war klar: Mickle hatte Schuld daran, dass sein Vater seinen Job verlor. Seinen Ärger darüber machte er in den sozialen Netzwerken Luft.

Für Richter Michael Elkaim hatten die Behauptungen „absolut keine Evidenz“, zitiert ihn „Telegraph“ . Vielmehr hätten die falschen Anschuldigungen einen „verheerenden Effekt“ auf die einst so beliebte Lehrerin gehabt – „insbesondere die Unterstellung, dass sie dem Vater des Angeklagten Schaden zugefügt habe.“ Mickle wurde krank, konnte nicht mehr unterrichten. Noch immer ist sie nicht voll arbeitsfähig. „Es ist bekannt, dass wenn verleumderische Veröffentlichung erst einmal in den Sozialen Medien sind, sie die Runde machen“, begründete Richter Elkaim die Entscheidung des Gerichtes. Zudem habe Farley im November 2012 einen Brief von Mickles Anwälten. Lediglich ein paar Kommentare entfernte er wieder.

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Original gefunden auf focus.de: Cybermobbing gegen Lehrerin – Schüler muss 105.000 Dollar wegen Tweet zahlen

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