Kurz vor 9: Boykott-Aufruf gegen Amazon, Karstadt verliert online, Mornin Glory, Gutscheine, Marc Jacobs, AO, Ricarda M.

Amazon: Das klingt sehr nach David gegen Goliath: OHNE Amazon. Unter diesem Slogan ruft die Dozentin Elisa Rodé, Mitglied im Bundessprecherrat der LINKEN UnternehmerInnen, zum Boykott des Online-Riesen auf. Die Forderung: Leute, kauft euer Bücher im Buchladen. Die Gründe? Man kennt sie. "Wer aus Bequemlichkeit und ohne Nachzudenken bei Amazon bestellt, trägt damit zur Unterstützung von dessen Monopolstellung bei und belohnt dessen miese Arbeitsbedingungen und das quasi-erpresserische Geschäftsgebaren gegenüber Verlagen und Autor/innen", heißt es auf der Website. Die Aktion aber wirkt etwas unorganisiert. Es gibt gerade einmal einen textlastigen Flyer zum Ausdrucken und einen Banner zum Einbinden auf der eigenen Website. Das reicht aber, um in den Kommentaren im Börsenblatt die Emotionen hochkochen zu lassen.
Und wieso geht es eigentlich nur um Bücher? Wir schreiben das Jahr 2013. Da sollte man Amazon nicht mehr auf Lesematerialien reduzieren. Sinn würde, wenn überhaupt, heute nur noch eine branchenübergreifende Phalanx gegen Amazon machen. 

Jetzt lesen: Karstadt verliert gegen den Feind draußen im Internet und Marc Jacobs nimmt Tweets in Zahlung.

Von Olaf KolbrückOlaf Kolbrück | Heute 08:28 | Kommentieren

Das Banner zum Amazon-Boykott
Amazon:Das klingt sehr nach David gegen Goliath:
OHNE Amazon. Unter diesem Slogan ruft die Dozentin Elisa Rodé, Mitglied im Bundessprecherrat der LINKEN UnternehmerInnen, zum Boykott des Online-Riesen auf. Die Forderung: Leute, kauft euer Bücher im Buchladen. Die Gründe? Man kennt sie. "Wer aus Bequemlichkeit und ohne Nachzudenken bei Amazon bestellt, trägt damit zur Unterstützung von dessen Monopolstellung bei und belohnt dessen miese Arbeitsbedingungen und das quasi-erpresserische Geschäftsgebaren gegenüber Verlagen und Autor/innen", heißt es auf der Website. Die Aktion aber wirkt etwas unorganisiert. Es gibt gerade einmal einen textlastigen Flyer zum Ausdrucken und einen Banner zum Einbinden auf der eigenen Website. Das reicht aber, um in den Kommentaren im
Börsenblatt die Emotionen hochkochen zu lassen. Und wieso geht es eigentlich nur um Bücher? Wir schreiben das Jahr 2013. Da sollte man Amazon nicht mehr auf Lesematerialien reduzieren. Sinn würde, wenn überhaupt, heute nur noch eine branchenübergreifende Phalanx gegen Amazon machen. 

Jetzt lesen: Karstadt verliert gegen den Feind draußen im Internet und Marc Jacobs nimmt Tweets in Zahlung.

Karstadt: Sich selbst fand Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen laut Süddeutsche Zeitung in der Krise zu weich. Damit nicht genug der Larmoyanz. Es gebe zu viele interne Konflikte, dabei sei der Feind das Internet da draußen. In der Welt erklärt Aufsichtsratchef Stephan Fanderl unterdessen lieber wie schlecht es Karstadt im Internet wirklich geht. Nämlich sehr schlecht: "De facto lagen wir im (Weihnachts-)quartal online um 0,6 % unter Vorjahresniveau." Insgesamt endete das erste Quartal des Geschäftsjahres (Oktober bis Dezember 2013) mit einem Umsatzminus von 2,3 Prozent.

 

Zitat des Tages: "Wir sehen auch, was für eine Wirkung Offlineläden haben. Ich kann mir das vorstellen, aber vielleicht eher als eine Art Showroom."Amorelie-Gründerin Lea-Sophie Cramer, kann sich die Lovetoys auch in einem Shop mit Chic vorstellen. etailment

 

Mornin Glory: Bislang testete das Berliner Start-up Mornin’ Glory TV-Werbung nur in der Schweiz. Die Macho-mässige Art, mit der sich der Raiserklingen-Anbieter fürs Badezimmer empfahl, war durchaus sehenswert. Nun bringt Gründer Fabio Paltenghi den Abo-Dienst auch hierzulande ins TV. Mit einem neuen Spot. Im Mittelpunkt steht eine 3D-animierte Rasierklingen-Box. Für Aufmerksamkeit bei der männlichen Zielgruppe sollen als Pin-ups gestaltete Frauen sorgen, die beim Aufklappen der Box erscheinen. Zu sehen ist der TV-Spot bei Youtube und auf Sendern wie DMAX, N24, Sky und Sport 1. Entworfen und produziert wurde der Spot von Stefan Vonderstein, Inhaber der Agentur neue gesellschaft, in enger Zusammenarbeit mit der Düsseldorfer Agentur Schönheitsfarm. Hübsch, aber der Schweizer Spot machte wacher.

 

Zitat des Tages:"Vom Kunden kommt sobald man das Wort "Bestellen" erwähnt, meist natürlich "Bestellen kann ich auch selbst". Händler Alex in einem Kommentar bei etailmentüber den Frust mit dem Kunden. Weil Frust aber nicht weiterhilft, schildert er auch seine Strategie als Computerfachhändler vor Ort.

 

Leifheit: Immer wieder überrascht zu erfahren, dass eine Marke nicht nur einen Amazon-Shop, sondern auch eine Kohlenstoff-Existenz hat. Das größte Wachstum brachte Leifheit 2013 jedenfalls das Web: plus 27,7 Prozent. Insgesamt stieg der Umsatz des Haushaltswarenherstellers um knapp ein Prozent auf 219,5 Millionen Euro. MöbelkulturRicarda M: Ricarda M. Hofmann sah sich als "die erfolgreichste Beauty- und Lifestyle-Expertin im deutschen Teleshopping". Dann machte sich die Verkäuferin von HSE24 von dannen und startete im Oktober mit www.ricardam.com einen Webshop mit Beauty-Produkten für Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz. 20.000 Kunden sollen sich im ersten Monat im Shop registriert haben, täglich kommen 100 weitere dazu. Das Sortiment soll nun um Schmuck und Modeartikel ergänzt werden. One2One

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Loviit: Alle Zahlungsarten aus einer Hand – auch Rechnungskauf. Mit Loviit geht das sogar ohne Risiko, denn Loviit bietet alle Zahlungsarten und übernimmt die komplette Zahlungsabwicklung mit garantiertem Cashflow. Jetzt starten

Roomle: Als browserbasierte Raumplaner-Lösung kann Roomle seit mehreren Jahren dank einer intuitiven Nutzerführung überzeugen. Nun hat Netural Communications das Raumplanungstool auch als App aufs Tablet gebracht und um Augmented Reality ergänzt. Wie in der Browser-Version kann man Räume nach exakten Maßen aufbauen, Möbel wählen und platzieren, Farben aussuchen. Die gewünschten Mo?bel ko?nnen mit Hilfe von Augmented Reality zudem nun ins Videobild eines realen Raums gesetzt werden. Und das ohne den sonst nötigen Marker. Per Schnittstelle können Hersteller und Händler zudem künftig eigene Möbel einbinden. etailment

Digitale Welt:
Marc Jacobs: Modedesigner Marc Jacobs "verkauft" in einem Pop-up-Store in New York Produkte gegen einen Tweet oder ein Bild bei Instagram. Die Botschaft muss dafür den Hashtag 
#MJDaisyChain enthalten. Für den Tweet gibts Pröbchen des im Shop beworbenen Duftwässerchen "Daisy" oder Modeschmuck. Auch eine Handtasche kann man gewinnen.
Mashable
AO: Der britische Elektronikversender AO.com will an die Börse. Dabei sollen im März 60 Millionen Pfund in die Kriegskasse kommen, die für die weitere Expansion eingesetzt werden. Erstes Ziel: Deutschland.
Internet Retailing

Digitale Praxis:

Gutscheine: Klar, die finden Kunden grundsätzlich top. Doch was können sie noch bewirken? Beispielsweise, dass 63 Prozent der Nutzer dadurch auf neue Onlineshops aufmerksam werden. Das sagt das Gutscheinbarometer 2014 von Affiliprint. 64 Prozent der Nutzer zeigen zudem Interesse am kompletten Shop-Angebot, nicht nur an den gutscheinreduzierten Produkten. Am liebsten ist den Deutschen immer noch der Gutschein per Mail, sowie per Post oder als Paketbeilage. Danach folgen Gutscheine am Check-out. Zalando: Um in Italien Kunden anzusprechen, die noch wenig internertaffin sind, vertraut Zalando erfolgreich auf Methoden, die im E-Commerce eher unkonventionell sind: Flyer und Bestellungen am Telefon. Zalando-Blog

Digitale Trends & Fakten:

Grafik des Tages:Huch. Am 14. Februar ist Valentinstag. Hier sind Ideen für Facebook-Aktionen in letzter Minute. Infografik

Lesetipp des Tages: Was mein Onkel, der Kohlenhändler, mit E-Commerce zu tun hat, das können Sie in der aktuellen Ausgabe von "Der Handel" nachlesen. 

Original gefunden auf etailment.de: Kurz vor 9: Boykott-Aufruf gegen Amazon, Karstadt verliert online, Mornin Glory, Gutscheine, Marc Jacobs, AO, Ricarda M.

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