Same Day Delivery: Diese Player machen es fix

Jetzt. Gleich. Sofort. Seitdem eBay mit "eBay Now", Google mit seinem Shopping Express in den USA die taggleiche Lieferung mit Vehemenz erproben und Amazon hierzulande eher still seinen Evening-Express anbietet, steigt der Druck auf die Händler ihrerseits mit Same Day Delivery zu experimentieren. Für Schlagzeilen sorgt da unter anderem MyTaxi mit seinen Testläufen mit Media-Markt und Saturn, aber auch das fast schon etabliert zu nennende Start-up Tiramizoo. Im Interview mit Locationinsider hob Geschäftsführer Michael Löhr jetzt sogar die taggleiche Lieferung in Kleinstädten auf die Agenda. Doch das sind nicht die alleinigen Player, die mit dem schnellem Service auf dem deutschen Markt aktiv sind oder sich dort bald breit machen könnten. Ein Überblick.

Von Olaf KolbrückOlaf Kolbrück | Heute 10:23 | Kommentieren

Jetzt. Gleich. Sofort. Seitdem eBay mit
"eBay Now", Google mit seinem
Shopping Express in den USA die taggleiche Lieferung mit Vehemenz erproben und Amazon hierzulande eher still seinen
Evening-Express anbietet, steigt der Druck auf die Händler ihrerseits mit Same Day Delivery zu experimentieren. Für Schlagzeilen sorgt da unter anderem MyTaxi mit seinen Testläufen mit Media-Markt und Saturn, aber auch das fast schon etabliert zu nennende Start-up Tiramizoo. Im Interview mit
Locationinsider hob Geschäftsführer Michael Löhr jetzt sogar die taggleiche Lieferung in Kleinstädten auf die Agenda. Doch das sind nicht die alleinigen Player, die mit dem schnellem Service auf dem deutschen Markt aktiv sind oder sich dort bald breit machen könnten. Ein Überblick.
TiramizooDer Kurieranbieter, an dem sich jüngst DPD mit 20 Prozent beteiligt hart, ist gegenwärtig in 18 deutschen Städten verfügbar. Genutzt wird der Service unter anderem von Lodenfrey, Cyberport und Luxodo. Die Preise für den Kunden variieren je nach Anbieter. Für die Händler wird jede Lieferung individuell nach Sendungsgröße, Fahrstrecke und Liefergeschwindigkeit berechnet.
Tiramizioo arbeitet dabei mit einem Netzwerk von lokalen Kurierfirmen und Kurierfahrern, die Aufträge über das Tiramizoo-Software-Backend und die Smartphone-App annehmen und verwalten. Die Kuriere müssen sich allerdings ganz schön sputen. Siehe Video:
mytaxiUrsprünglich als reiner Taxi-Dienst gestartet, hat sich das Start-up alsbald gedacht, dass ja die Fahrer auch Mode und Flachbildfernseher durch die Gegend kutschieren könnten. Binnen einer Stunde kann
mytaxi beispielsweise bei dem Politprojekt mit einem Hamburger Media-Markt liefern. Für die Lieferung zahlt der Kunde einen Festpreis von 15 Euro. In München testet Saturn das System. Die Taxi-Bestellung erfolgt beim Einkauf im Online-Shop. Parallel dazu fragt der Händler das nächste mytaxi an, das den als Kurierfahrt gekennzeichneten Auftrag annimmt. App-Macher Intelligent Apps wil sein System "MyTaxi Delivery" möglichst rasch bundesweit anbieten. An dem Start-up haben sich Daimler und eine Beteiligungsgesellschaft der Telekom beteiligt.
ShutlDer britische  Frühstarter in Sachen Same Day Delivery gehört inzwischen zu eBay und könnte so etwas wie das globale Rückgrat für die eiligen Lieferungen des Marktplatzes werden.
Shutl bietet im Heimatland Kampfpreise ab 5 Pfund und tüftelt gerade am internationen Roll-out. So befindet sich Shutl in Italien in der Beta-Phase. Shutl gehörte auch zu den ersten SDD-Anbietern, die ein Live-Tracking der Waren anboten. Das ist mittlerweile nahezu Standard.
time:matters"Local Sameday Delivery für jeden" damit wirbt der Logistiker
time:matters. Die Tochter von Lufthansa Cargo startete im Dezember 2013 die Beta-Phase in sieben Städten: Berlin, Leipzig, Hamburg, München, Frankfurt, Wiesbaden und Mainz. Für nur fünf Euro pro Transport – ein Promotionpreis – lassen sich per App innerstädtische Transporte bis 32 Kilogramm buchen und Abhol- und Lieferadresse wählen. Demnächst soll es die Versandoption auch in Onlineshops geben. Bislang hatte sich time:matters vor allem als flotter Service für Industriekunden einen Namen gemacht und verspricht Verbrauchern nun eine Lieferung innerhalb von 90 Minuten in einer Stadt. In der
Kassenzone sagt CEO Franz-Joseph Miller im Video-Interview, wann sich SDD rechnet.
CardropsWarum in die Wohnung liefern, wenn das Auto um die Ecke steht? Das
Zalando Fashion Concept Car hat ja schon mal gezeigt, dass ein Auto auch eine mobile Paketstation sein kann. Realität ist das bereits.
Cardrops nennt sich einer der Anbieter aus Belgien. Ein kleiner Sender im Auto verrät dem Lieferanten, wo das Auto steht. Der vertrauenswürdige Logistiker hat einen Schlüssel, legte die Ware hinein, und versendet nach erledigter Zustellung eine SMS an den Kunden. Das Hardware-Kit für das Auto kostet 99 Euro, die Lieferung knapp 5 Euro. Billiger wird es mit einer monatlichen Flatrate. So richtig durchgestartet ist das System aber noch nicht.
MyWaysSeit Herbst 2013 testet DHL in Stockholm mit der Plattform
MyWays erstmals ein Modell, das gleich alle Bürger zu schnellen Lieferanten macht. Eine speziell konzipierte App verbindet dafür Empfänger und Zusteller.  Nach einer Online-Bestellung kann der Empfänger Zeit und Ort der Zustellung in Stockholm sowie das Zustellentgelt festlegen. Das Paket wird dann in einer DHL-Station registriert und erscheint für alle Nutzer sichtbar auf der MyWays-App. Die Nutzer können entscheiden, welches Paket sie zur angegebenen Anschrift und zur festgesetzten Zeit auf ihrem Stadtrundgang transportieren wollen. Das Konzept von MyWays wurde von Deutsche Post DHL Solutions & Innovation entwickelt. Bei Tests mit dem schwedischen Outdour-Ausrüster Addnature haben überwiegend Studenten die Zustellungen übernommen.. 
BringbeeEin ähnliches Konzept bietet 
BringBee in der Schweiz. Neben einem Piloten mit Ikea hat der Mitbring-Vermittlungsdienst auch eine Partnerschaft mit einer Gasthausbrauerei – für den eiligen Kasten Bier. Die Gebühr beträgt 5 Franken plus 2,5 Prozent des Einkaufswertes. Hinzu kommt noch ein Trinkgeld, wenn man beispielsweise per Einkaufsliste für den Aldi bestellt, oder eine fixe Summe für die Bringbienen der Partnershops wie Ikea.
MyLorryAngeschoben vom Microsoft Ventures Accelerator will das Berliner Start-up
MyLorryüber eine App ähnlich mytaxi Kleintransporter, Kurierfahrer, Geschäftskunden und Privatkunden zusammenbringen und so Kurierfahrten vermitteln. Derzeit arbeiten die Gründer Max von Waldenfels, Benjamin Pochhammer und Toni Kappes mit rund 50 Kurierfahrern zusammen. Für kleine Gerätschaften, die auf ein Fahrrad passen, beginnt die Grundgebühr bei knapp 5 Euro und reicht bis zu 25 Euro für sperrige Güter im Großtransporter. Hinzu kommen Kilometergeld und eventuell eine Handlinggebühr.  Wer sich in den Tarifen von Mobilfunk-Providern zu recht findet, der steigt da leicht durch. Der vorerst in Berlin angebotene Service ist sowohl über die Webseite als auch per App buchbar. Mylorry setzt zudem auf Lieferungen im C2C und B2B-Bereich.  Das Konzepot erinnert in Grundzügen an die Vermittlungsplattform
Shiply – aber ohne das lästige Warten auf Angebote. 

MyLane

Gleichfalls in Berlin unterwegs ist ab Sommer 2014
MyLane. Der „Instant Delivery-Dienst“ ist noch in der Konzeptphase. Die Idee: Mylane will alle Produkte auf dem MyLane-Marktplatz binnen 90 Minuten liefern (können). Auf diesem Marktplatz sollen vor allem Produkte lokaler Händler angeboten werden. MyLane arbeitet dafür mit eigenen Kurieren und Kurieren von Drittunternehmen zusammen. Jeder Kurier bekommt dazu eine MyLane-Kurier-App, über die die Transportfahrten vermittelt werden. MyLane will auch das Retourenmanagement übernehmen. Noch aber befindet sich das System  in der Konzeptphase.

Original gefunden auf etailment.de: Same Day Delivery: Diese Player machen es fix

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