Ein Lagerführungssystem für sechs Versandhändler

Um den Aufwand für die papiergestützte Kommissionierung zu reduzieren und die Lagerbestände exakt nachzuvollziehen, entschied sich Duttenhofer für die Implementierung des Lagerführungssystems LFS von Ehrhardt + Partner (E+P). Zusammen mit den ebenfalls von E+P gelieferten mobilen Datenterminals (MDE) kann der Handelskonzern einen erhöhten Lagerdurchsatz und eine hohe Bestandssicherheit gewährleisten.

Bildergalerie: 1 BildDas Zentrallager ist in vier Bereiche aufgeteilt. Der Fachbodenbereich mit 44.000 Stellplätzen und 13 Gassen wird als reines Kommissionierlager genutzt. (Bild: Duttenhofer)

Um den Aufwand für die papiergestützte Kommissionierung zu reduzieren und die Lagerbestände exakt nachzuvollziehen, entschied sich Duttenhofer für die Implementierung des Lagerführungssystems LFS von Ehrhardt + Partner (E+P). Zusammen mit den ebenfalls von E+P gelieferten mobilen Datenterminals (MDE) kann der Handelskonzern einen erhöhten Lagerdurchsatz und eine hohe Bestandssicherheit gewährleisten.

Sechs Versandhandelsunternehmen aus den Bereichen Distribution sowie Groß- und Einzelhandel sind unter dem Dach der Duttenhofer-Unternehmensgruppe vereint. Jeder der sechs Versender präsentiert sich mit einem eigenen Internetshop. „Von Einstückaufträgen für Privatpersonen bis hin zu vollgepackten Paletten für die Distribution – in unseren Onlineshops gehen täglich die unterschiedlichsten Aufträge ein“, erklärt Peter Roßhirt, Unternehmensbereichsleiter EDV bei Duttenhofer. „Wie im E-Commerce üblich, garantieren auch wir unseren Kunden eine 24-Stunden-Lieferung. Eine funktionierende Lagerlogistik ist dafür absolut notwendig. Deshalb haben wir uns in unserem Logistikzentrum in Dettelbach für die Einführung des Lagerführungssystems LFS entschieden.“

Zentrale und wegeoptimierte Steuerung

Vor der LFS-Einführung verwaltete Duttenhofer in dem 10.000 m² großen Lager über 20.000 Artikel für die sechs Versender mit papiergebundenen Belegen. Anhand von gedruckten Kommissionierlisten wurden alle Warenbewegungen manuell durchgeführt – ein zeitraubender Prozess, der eine Kontrolle der richtigen Lagerplatzzuweisung sehr aufwendig machte. Seit der Implementierung von LFS wird der gesamte Material- und Informationsfluss im Duttenhofer-Logistikzentrum zentral und wegeoptimiert gesteuert. „LFS ist sowohl konzern- als auch mehrmandantenfähig. Deshalb konnten wir sämtliche Anforderungen von Duttenhofer optimal erfüllen“, erläutert Marco Ehrhardt, geschäftsführender Gesellschafter von E+P. „Mithilfe der Lagerführung lassen sich alle Aufträge der Unternehmensgruppe termingerecht und mit höchster Genauigkeit bearbeiten. Heute steht alles pünktlich zum Abtransport bereit und eine Auslieferung innerhalb weniger Stunden ist gewährleistet.“

Optimierte Lagerhaltung in vier Lagerbereichen

Das Zentrallager ist in vier Bereiche aufgeteilt. Der Fachbodenbereich mit 44.000 Stellplätzen und 13 Gassen wird als reines Kommissionierlager genutzt. Bevorratet werden hier häufig nachgefragte Artikel, wie beispielsweise Kameras, Fotozubehör oder Speicherkarten. Zwei weitere Bereiche bieten Platz für insgesamt 10.000 Palettenstellplätze. In einem Block- und einem Hochregallager werden sortenreine und Mischpaletten aufbewahrt. Sie dienen sowohl als Kommissionier- als auch als Vorratslager. Im vierten Bereich lagern Retourenware und solche Artikel, die seltener nachgefragt werden. „Die Bezeichnungen der Lagerbereiche konnten wir problemlos in LFS übernehmen“, erklärt Peter Roßhirt. „Das war natürlich ein großer Vorteil, denn wir mussten uns nicht komplett neu orientieren.“

Zweistufige Kommissionierung für schnellere Zusammenführung

Um die Waren aus den vier Lagerbereichen schnell und sicher zu Aufträgen zusammenzuführen, kommissioniert Duttenhofer in einem zweistufigen System, der sogenannten Grob- und Feinkommissionierung. In einer ersten Stufe, der Grobkommisionierung, werden verschiedene Artikel für mehrere Aufträge beispielsweise aus dem Palettenlager entnommen und auf einer leeren Palette an einem zentralen Lagerplatz zwischengelagert. Im zweiten Schritt, der Feinkommissionierung, erfolgen die Aufteilung und die Zusammenführung der zwischengelagerten Artikel auf die einzelnen Aufträge.

„Bestellt ein Kunde beispielsweise einen neuen Drucker und eine Druckerpatrone oder eine Kamera und eine Speicherkarte, so können solche zweigeteilten Aufträge mithilfe von LFS heute schneller und zielsicherer zusammengeführt werden“, erläutert Markus Linkenbach, zuständiger Projektleiter von E+P. „LFS weist den Artikeln einen exakten Lagerplatz für die Zwischenlagerung zu. Im Vergleich zum vorherigen, papiergebundenen Kommissionieren wird der Lagermitarbeiter direkt zur Ware geführt – Bearbeitungszeit und Fehlerquote verringern sich dadurch erheblich.“ Nach der LFS-gesteuerten Kommissionierung gelangt die verpackte Ware auf eine halbautomatische Packstraße und wird zum Warenausgang befördert. Seit der LFS-Einführung realisieren die Kommissionierer so bis zu 1200 Einlagerungen, 2000 Umlagerungen und 12.000 Auslagerungen pro Tag.

Inhalt des Artikels:

Original gefunden auf http://www.mm-logistik.vogel.de: Ein Lagerführungssystem für sechs Versandhändler

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