AMD: 64-Bit-Prozessor auf ARM-Basis geht in Serie

Der Chip-Hersteller AMD hat auf Open Compute-Konferenz im kalifornischen San Jose die baldige Verfügbarkeit eines ARM-basierten 64-Bit-Server-Prozessors angekündigt.






Server-Board auf ARM-Basis: Ein Design hierfür hat AMD dem offenen Open Computer Project zur Verfügung gestellt.

Der Chip-Hersteller AMD hat auf Open Compute-Konferenz im kalifornischen San Jose die baldige Verfügbarkeit eines ARM-basierten 64-Bit-Server-Prozessors angekündigt. Die Entwicklung des Chips sei praktisch abgeschlossen, der Hersteller habe bereits mit der Produktion einer Vorserie (Samples) begonnen, hieß es. Zudem wurde eine komplette Entwicklungsumgebung für die Portierung von Software auf die neue CPU angekündigt.

Mit seinem ersten ARM-basierten Prozessor erweitert AMD seine Opteron-Serie von Server-CPUs. Darin integriert sind wahlweise vier oder acht ARM-Prozessorkerne (Cortex-A57), bis zu 4 MB Level 2 Cache und bis zu 8 MB Level 3 Cache. Die Variante mit acht Prozessorkernen unterstützt bis zu 128 GByte DRAM-Arbeitsspeicher. Hinzu kommen zwei 10 Gigabit Ethernet-Ports und acht Serial ATA 3-Ports. Für Sicherheit sorgen die ARM TrustZone-Technik sowie Co-Prozessoren für Verschlüsselung und Datenkomprimierung.Große Hoffnungen

In Kooperation mit vielen Partnern ist AMD darum bemüht, ein komplettes Ökosystem für die Entwicklung von Software für ARM-basierte Software entstehen zu lassen. Dazu gehört eine komplette Entwicklungsumgebung für Fedora, einer Open-Source-Variante von Linux, die ursprünglich von Red Hat stammt. Hinzu kommen Compiler, Simulatoren, Betriebssysteme und Anwendungen. AMD hat zudem angekündigt, ein auf seinem neuen Prozessor basiertes Micro-Server-Design dem offenen Open Compute Project zur Verfügung zu stellen.

AMD setzt große Hoffnungen in seine neuen ARM-Prozessoren, um im Kampf gegen den übermächtigen Rivalen Intel bestehen zu können. ARM-CPUs werden derzeit vor allem in Smartphones und Tablets verbaut weil sie sehr stromsparend sind. Als erstes Smartphone wird das iPhone 5S mit einer 64-Bit-Variante betrieben. Microsoft hat für sein Surface-Tablet eine eigene Variante von Windows 8 erstellt, das Windows RT. Doch auch Server-Hersteller wie Dell und HP wollen ARM-basierte Server dieses Jahr auf den Markt bringen. Experten schätzen, dass bis 2019 jeder vierte Server von einem ARM-Prozessor betrieben wird und AMD will den Löwenanteil davon abkriegen. (mo)

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