Wann sich der Einsatz von E-Auktionen lohnt

Seit mehr als 15 Jahren werden E-Auktionen zur Kostensenkung im Einkauf eingesetzt. In vielen Unternehmen konnten in der Vergangenheit dadurch Einsparungen erzielt werden. Trotzdem wird das Potenzial von E-Auktionen immer noch nicht komplett ausgeschöpft. Der Grund dafür ist, dass sich der Einkauf oft nicht sicher ist, in welchen Beschaffungsgruppen sich der Einsatz von E-Auktionen lohnt.

Bildergalerie: 2 BilderDr. Bernhard Höveler, geschäftsführender Gesellschafter der Höveler Holzmann Consulting, zeigt auf, wann sich der Einsatz von E-Auktionen zur Kostensenkung im Einkauf lohnt. (Bild: Höveler Holzmann Consulting)

Seit mehr als 15 Jahren werden E-Auktionen zur Kostensenkung im Einkauf eingesetzt. In vielen Unternehmen konnten in der Vergangenheit dadurch Einsparungen erzielt werden. Trotzdem wird das Potenzial von E-Auktionen immer noch nicht komplett ausgeschöpft. Der Grund dafür ist, dass sich der Einkauf oft nicht sicher ist, in welchen Beschaffungsgruppen sich der Einsatz von E-Auktionen lohnt.

Mit Hilfe unserer Checkliste können Sie leicht überprüfen, welche Ihrer Beschaffungsgruppen sich für den Einsatz von E-Auktionen eignen. Die Bewertung erfolgt anhand von vier übergeordneten Kriterien:

Struktur des Einkaufsmarkts

  • Wettbewerb im Einkaufsmarkt: Wie viele Lieferanten gibt es im relevanten Markt und wie hoch ist die tatsächliche Wettbewerbsintensität unter den Lieferanten?
  • Börsengehandelte Beschaffungsgruppe: Werden die Waren an einer Börse gehandelt?

Lieferantenauswahlkriterien

  • Beschreibung der Spezifikationen: Können alle wichtigen Eigenschaften des Produkts/der Dienstleistung eindeutig und neutral beschrieben werden?
  • Quantifizierung der Spezifikationen: Können alle zu verhandelnden Faktoren – außer des Preises – (zum Beispiel Lieferfähigkeit, Qualität, …) in Zahlen ausgedrückt und unter den Lieferanten verglichen werden?

Bedeutung der Beschaffungsgruppe

  • Einkaufsvolumen der Beschaffungsgruppe: Ist das Einkaufsvolumen größer als 1 Mio. Euro pro Jahr?
  • Differenzierungsfaktor für den Endkunden des beschaffenden Unternehmens: Stellt das einzukaufende Produkt/die Dienstleistung einen sehr wichtigen Differenzierungsfaktor für den Endkunden dar?

Komplexität der Beschaffungsgruppe

  • Anzahl der Artikel oder Warenkörbe: Schreiben Sie mehr als 60 Artikel oder 20 Warenkörbe aus?
  • Möglichkeit zur schnellen Kalkulation eines Angebots während der Auktion: Kann der Lieferant auch bei großer Anzahl anzubietender Artikel sein Angebot in kürzester Zeit während der Auktion neu berechnen?

(TIPP: Programmieren Sie einen „Taschenrechner“ pro Lieferant mit den zu bepreisen-den Artikeln/Positionen in Excel und stellen Sie diesen allen Teilnehmern zur Verfügung. So können die Lieferanten während der Auktion schnell berechnen, wie sich der Gesamtpreis für Ihr Angebot ändert, wenn sie Preise für einzelne Artikel/Positionen verändern.)

Die dargestellten Bewertungskriterien sind als KO-Kriterien zu verstehen. Die Eignung einer Beschaffungsgruppe wird nicht durch das Ergebnis des Durchschnitts aller Faktoren ermittelt. Vielmehr ist jeder Faktor einzeln für sich zu bewerten (Beispiel: Gibt es nur drei Lieferanten im Markt, die sich keinen Wettbewerb machen, so eignet sich die Beschaffungsgruppe nicht für den Einsatz einer E-Auktion.)

*
Dr. Bernhard Höveler ist geschäftsführender Gesellschafter der Höveler Holzmann Consulting GmbH, Tel. (02 11) 56 38 75 – 10, bernhard.hoeveler@hoeveler-holzmann.com); Christopher Grüne ist Einkaufsmanagementberater bei Höveler Holzmann.

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Original gefunden auf http://www.mm-logistik.vogel.de: Wann sich der Einsatz von E-Auktionen lohnt

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