Kurz vor 9: Retourenpolitik – Klatsche für Amazon, Fairnopoly, Karstadt, Möbelhandel, Weltbild, Springlane, Walbusch, Project A, eBay

Amazon: Klatsche für Amazon, weil es Massen-Retournier aussperrte und die Konten dicht machte. Noch dazu ohne Vorwarnung. Deswegen hat die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen den Versender nun abgemahnt. In den von den Verbraucherschützern beklagten Fällen hätten die Kunden "nach teils eigener Schätzung, etwa jede sechste oder vierte Bestellung wegen Nichtgefallens oder Mangels zurückgeschickt". In einer eher spärlich beantworten Umfrage der Verbraucherschützer bei Unternehmen bestätigten unter anderem Tchibo, Schwab, Sheego und ein Fahrradhändler, dass auch sie schon mal die rote Karte zückten. Laut Verband lehnen Brands4friends, Deichmann und Ikea, Klingel, Saturn, Media-Markt sowie der Fanshop von Borussia Dortmund einen Lieferstopp für Hochretournierer ab. Auch Zalando mag demnach bei einer Rücklaufquote von satten 50 Prozent keine Konten sperren. Eher werde bei den Versendern der Kauf auf Rechnung gekappt, attestieren die Verbraucherschützer. Amazon selbst spricht von Einzelfällen. Mehr zu den Tricks der Retouren-Politik erfahren Sie auch in unserem Dossier Retouren.

Jetzt lesen: Weltbild startet TV-Kampagne. Amazon macht das Kindle zur Kasse.

Von Olaf KolbrückOlaf Kolbrück | Heute 08:27 |

Amazon:Klatsche für Amazon, weil es Massen-Retournier aussperrte und die Konten dicht machte. Noch dazu ohne Vorwarnung. Deswegen hat die
Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen den Versender nun abgemahnt. In den von den Verbraucherschützern beklagten Fällen hätten die Kunden "nach teils eigener Schätzung, etwa jede sechste oder vierte Bestellung wegen Nichtgefallens oder Mangels zurückgeschickt". In einer eher spärlich beantworten Umfrage der Verbraucherschützer bei Unternehmen bestätigten unter anderem Tchibo, Schwab, Sheego und ein Fahrradhändler, dass auch sie schon mal die rote Karte zückten. Laut Verband lehnen Brands4friends, Deichmann und Ikea, Klingel, Saturn, Media-Markt sowie der Fanshop von Borussia Dortmund einen Lieferstopp für Hochretournierer ab. Auch Zalando mag demnach bei einer Rücklaufquote von satten 50 Prozent keine Konten sperren. Eher werde bei den Versendern der Kauf auf Rechnung gekappt, attestieren die Verbraucherschützer. Amazon selbst spricht von Einzelfällen. Mehr zu den Tricks der Retouren-Politik erfahren Sie auch in unserem
Dossier Retouren.

Jetzt lesen: Weltbild startet TV-Kampagne. Amazon macht das Kindle zur Kasse.

Weltbild: Eine TV-Kampagne ist das Apfelbäumchen bei Weltbild. Mit Slogans wie  „Ich bin gerne für Sie da – auch in Zukunft!“ machen Mitarbeiter ab dieser Woche auf 22 Sendern Stimmung für den Händler im Insolvenzverfahren. Die Idee zum Spot wurde inhouse entwickelt.

Karstadt:Licht und Schatten: Bei Kindermode meldet Karstadt im Weihnachtsquartal ein Umsatzplus von 13,6 Prozent, bei Schuhen 6,6 Prozent. Bei Damenmode liege der Zuwachs bei 1,2 Prozent, bei Herrenmode bei 0,6 Prozent. Insgesamt aber lag im Weihnachtsquartal der Umsatzrückgang im Vorjahresvergleich bei 2,3 Prozent.
Reuters

Springlane: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau beteiligt sich an der Koch-Plattform Springlane. Die KfW reiht sich damit in den Investorenkreis neben Heliad, Tengelmann und Holtzbrinck Ventures ein. Möbelhandel:Der GfMTrend Möbeleinkaufsverband startet das Portal zentiro.de. Das soll die stationären Händler stützen. Auf dem Portal werden alle Informationen zu den Händlern und deren Angeboten automatisiert gebündelt und in Händlerprofilen zusammengefasst. Beim Aufruf des Portals werden die nächstgelegenen Händler über „Geotargeting“ angezeigt. Shoppen kann man auf dem Portal nicht. Wie moderner Möbelhandel gehen kann und gehen muss, darüber informiert unser Dossier Möbelhandel.

 

Fairnopoloy: Mit seinem genossenschaftlichen Konzept musste Fairnopoly zuletzt Rückschläge hinnehmen, konnte eine Insolvenz gerade noch vermeiden. Noch bis zum 7. Februar 2014 sammelt Fairnopoly nun über die Crowdfunding-Website startnext Investoren für die weiteren Schritte. Überzeugen will Fairnoply dabei auch mit totaler Transparenz der Geschäftsvorgänge. Als eines der ersten Unternehmen weltweit veröffentlicht Fairnopoly die Aktivitäten auf ihren Geschäftskonten live im Internet. Als Zeichen für die Transparenz des Online-Marktplatzes hat sich das Team für ein Foto ausgezogen, um den unverdeckten Einblick in das Unternehmen auch bildlich darzustellen.

Walbusch: Ein Viertel aller Aufträge erreichte die
Walbusch-Gruppe in 2013 über das Internet. Tendenz steigend. Nun sollen die Online-Shops von Avena, Mey & Edlich und Walbusch überarbeitet werden. Das Familienunternehmen mit Sitz in Solingen schaffte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 331,9 Millionen Euro. Die bundesweit 31 Walbusch-Filialen, 2013 haben die Solinger neun Stores eröffnet, trugen mit einem deutlich zweistelligen Prozentsatz zum Umsatz bei. Mittelfristig strebt der einstige Katalogversender eine Gleichgewichtung des Umsatzes von Stationärhandel und Versandgeschäft an.
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Project A: Project A gewinnt Bauer Digital und Creathor Venture als Investoren für das B2B-Marketing-Start-up Kyto. Bei Realytics, dass Passantenströme misst, steigt Berlin Technologie Holding als Kapitalgeber ein. Deutsche Startups

Digitale Welt:
Wal-Mart: Click & Collect pilotiert Wal-Mart jetzt auch in Denver. Damit sind die Amerikaner einmal langsam unterwegs, auch wenn sie den Service in San Francisco schon seit 2011 testen. Hierzulande gehört die Online-Bestellung mit Abholung im Laden vielfach fast schon zum Standard. 
Techchrunch
Amazon: Bislang haben allerlei Dienstleister vor allem auf das iPad als Brücke beim mobilen Check-out an der Ladenkasse gesetzt. Jetzt will auch Amazon ab Sommer in das Geschäft einsteigen und das Kindle zum Checkout-System hochrüsten. Bezahlt werden könnte dann beispielsweise über die bei Amazon hinterlegten Kreditkarten-Daten der Kunden. Allerdings sind gerade deutsche Händler schon gegenüber dem Online-Modell Amazon Payments aus Angst vor der Datenkrake eher reserviert.
WSJ
eBay: Der Online-Marktplatz setzt nach Beobachtungen von Jefferies Equity Research massiv auf Product Listing Ads (PLA) bei Google und steht demnach für 6 Prozent aller dortigen Einträge. Amazon indes lasse die Option links liegen.
Business Insider

Digitale Praxis:

SEO: Die Suche nach Produktinformationen und Shops findet zunehmend auch mobil statt. Wer seine Website da nicht für mobile Suchanfragen optimiert hat, gerät bei Google schnell ins Hintertreffen. Ein
Leitfaden von Shopgate klärt auf, wie man sich für mobiles SEO rüstet.
Personalisierung: Eine individuelle Darstellung für jeden Besucher im Webshop wäre optimal, um jeden Kunden richtig ansprechen und abholen zu können. Eine von vielen Möglichkeiten dazu ist das Geo-Targeting – die Personalisierung basierend auf dem Standort des Besuchers.
Conversion Boosting erläutert, wie das technisch funktioniert und stellt fünf praktische Möglichkeiten vor.
Best Buy: Belieferung der Kunden direkt aus dem Laden heraus, kann eine ziemlich umständliche Herausforderung sein, wenn es nicht bei Einzelfällen bleibt. Best Buy hat damit nach Anlaufschwierigkeiten aber offenbar gute Erfahrungen gemacht. Angesichts der Nähe der Filialen zu den Kunden ist die Schnelligkeit nämlich kaum zu toppen.
Internet Retailer
Facebook: Das Social Network führt einen "Shop Now"-Button ein. Der wird in die Page Post-Anzeigenformate eingebunden. Weitere Button-Optionen sind Learn More, Sign Up, Book Now oder ein Download-Button.
Facebook

Digitales Wissen:Lego: Mit der Online-Anwendung "Build with Chrome", einer Kooperation zwischen Google und Lego, können Internetnutzer im Browser munter mit Lego-Steinen prokrastinieren. Klappt auch im Firefox.Amazon: Amazon könnte noch in diesem Jahr eine eigene Spielekonsole auf den Markt bringen. Die könnte dann rund 300 Dollar kosten. SpiegelDigitale Trends & Fakten:

Zahl des Tages: 21 Prozent des Online-Umsatzes kommen über Smartphone und Tablets herein. Diese Zahl nennt der  Report "State of Retailing Online 2014" von Shop.org und Forrester Research, für den 70 Web-Händler befragt wurden. Internet Retailer

Bild des Tages:Zalando kann unseren Beitrag zu Autocomplete bei Google ("Zalando ist pleite") gar nicht nachvollziehen und reagiert mit Humor und einem Bildbeweis.

Lesetipp des Tages: "Karstadt ist nicht mehr zu retten!"
Wiwo-Autor Marcus Werner empfiehlt der neuen Karstadt-Chefin, sich ein paar schöne Tage in Essen zu machen.

 

Original gefunden auf etailment.de: Kurz vor 9: Retourenpolitik – Klatsche für Amazon, Fairnopoly, Karstadt, Möbelhandel, Weltbild, Springlane, Walbusch, Project A, eBay

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