Stationärhandel goes E-Commerce: 10 Fragen, die sich Einsteiger stellen sollten

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Immer öfter wird von der Multi-Channel-Notwendigkeit für den Stationärhandel gesprochen. Dabei muss möglichst alles auch gleich SoMoLo (social, mobile, local) sein. Doch wo sollte man anfangen, wenn man mit seinem lokalen Geschäft im E-Commerce durchstarten möchte? 10 Fragen, die sich Einsteiger aus dem Stationärhandel am Anfang stellen sollten. Aktuell bin ich in Kontakt mit einer …read more

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Station��rhandel · Unternehmen

Gibt es den einen Weg vom Station��rhandel zum E-Commerce?

Immer ��fter wird von der Multi-Channel-Notwendigkeit f��r den Station��rhandel gesprochen. Dabei muss m��glichst alles auch gleich SoMoLo (social, mobile, local) sein. Doch wo sollte man anfangen, wenn man mit seinem lokalen Gesch��ft im E-Commerce durchstarten m��chte? 10 Fragen, die sich Einsteiger aus dem Station��rhandel am Anfang stellen sollten.

Aktuell bin ich in Kontakt mit einer Boutique. Sie m��chten zuk��nftig auch online verkaufen. Die Voraussetzungen sind gut: Besonderes Sortiment, toller Name, Inhaberinnen, die f��r Ihr Gesch��ft brennen. Doch die Frage lautet: Wo f��ngt man an?

Lieber einen gro��en Schritt zur��ck

Als Onliner, der bereits ��ber Jahre mindestens die H��lfte seiner Wachzeit E-Commerce atmet, fallen einem bei dem Gedanken an einen neuen Onlineshop sofort hunderte Themen und ToDos ein. Und das bis in die kleinsten Details: Vorteilskommunikation auf den Artikeldetailseiten, SEO, hilfreiche FAQs, Social Customer Service, attraktives R��ckgaberecht, CMS, Gr����entabellen, interaktive Berater, Newsletter, Onsite-Kampagnen… Stopp!

Nachdem der erste Sturm vorbei war, bin ich zu aller erst einen gro��en Schritt zur��ckgegangen: Welche Fragen sollten sich kleinere Boutiquen und Gesch��fte des Station��rhandels am Anfang stellen? Und zwar noch bevor sie dar��ber nachdenken, Agenturen, Shopplattformen, Designer, Programmierer, Fulfilment-Dienstleister, Fotografen und so weiter zu suchen. Hier sind zehn Fragen, die Sie sich als angehender Local Hero zu Beginn stellen sollten:

Warum m��chte ich einen Onlineshop aufmachen?

“Mein Laden l��uft zunehmend schlechter. Die Laufkundschaft wird weniger und Stammkunden kommen seltener. Studie XY 2013 sagt, dass E-Commerce f��r mein Sortiment gerade ein unglaublicher Wachstumsmarkt ist.”

Das sind keine guten Voraussetzungen. Vielleicht sollten Sie erst einmal Ihr Fundament stabilisieren, bevor Sie darauf ein Haus bauen? E-Commerce erfordert einiges an Aufmerksamkeit und notwendigen Investments. Bitte legen Sie daher jetzt Ihr Smartphone zur Seite, krempeln Sie die ��rmel hoch und retten Sie Ihr Gesch��ft. Ein Onlineshop wird es n��mlich nicht f��r Sie tun. Setzt der Erfolg trotz Anpassung aller beeinflussbaren Faktoren weiterhin nicht ein, k��nnen Sie ��ber einen Neustart nachdenken. Selbstverst��ndlich auch online.

“Mein Laden entwickelt sich gut. Meine Kunden sch��tzen, dass ich Ihnen etwas besonderes biete. Davon m��chte ich nun auch Onlinek��ufer ��berzeugen.”

Schon besser. Sie haben eine Ausgangsbasis, bei der Sie ��ber die Erweiterung Ihres Gesch��fts um den Online-Kanal nachdenken k��nnen. Lesen Sie weiter.

Was mache ich und worin bin ich gut?

Wof��r brennen Sie und Ihre Kunden?

Was ist denn nun das besondere an Ihnen? Was zeichnet Sie aus? Wenn Sie sich Ihrer St��rken bewusst sind, k��nnen Ihnen diese auch online behilflich sein. Es k��nnte z.B. sein, dass Sie Produkte ��berzeugend pr��sentieren k��nnen. Oder Sie erz��hlen zu jedem eine mitrei��ende Geschichte. Vielleicht schreiben Sie auch einfach gerne privat. Viele Ihrer Talente (und die Ihrer Mitarbeiter) k��nnen Sie online gewinnbringend einsetzen, von der Produktbeschreibung bis zum Marketing.

Wer sind meine Kunden und was sind ihre W��nsche?

Schauen Sie aber nicht nur auf sich, sondern vor allem auf Ihre Kunden. Kaufen diese bereits h��ufig online? Was gef��llt ihnen besonders am Onlineshopping? W��ren sie daran interessiert auch bei Ihnen online zu kaufen? Haben sie z.B. eine l��ngere Anreise? Oder sind sie nur eingeschr��nkt mobil? Nutzen Sie das n��chste Beratungsgespr��ch, um Ihren Kunden ein paar Fragen zum Kaufverhalten zu stellen. (Bonus: Fragen Sie auch Kunden, die nicht mehr bei Ihnen kaufen.)

Was kann ich in mein Onlinegesch��ft einbringen?

Nochmal zur��ck zu Ihnen: Auf welchem Fundament k��nnen Sie aufbauen? Wie viel Zeit steht Ihnen t��glich bzw. w��chentlich zur Verf��gung, um Ihren Onlineshop zu betreuen und��voranzutreiben? Wie viel k��nnen Sie in die initiale Entwicklung investieren? Und wie viel steht Ihnen an monatlichem Budget f��r laufende Kosten, Marketingausgaben usw. zur Verf��gung? Damit einher geht auch, welches Risiko Sie bereit sind einzugehen, bis sich der Onlineshop bestenfalls von selbst tr��gt.

Eigener Onlineshop oder Marktplatz?

Doch muss es ��berhaupt ein eigener Onlineshop sein? Bevor wir uns mit diesem besch��ftigen, sollten Sie sich kurz die Alternativen vor Augen f��hren. Insbesondere dem Station��rhandel f��r Mode wie den vielen kleinen Boutiquen stehen mittlerweile mit Kleidoo, Luxodo und Fashionhub interessante Plattformen f��r den Onlinevertrieb zur Verf��gung.

Seite einer Boutique bei Kleidoo

Auch Marktpl��tze wie Amazon , Ebay , Rakuten und MeinPaket k��nnen als ersten Einstieg in den E-Commerce genutzt und mit Services wie Tradebyte zentral versorgt werden.

Klassischer Warenkatalog oder alternatives Konzept?

10.184 Kleider bei Zalando

Entscheiden Sie sich weiterhin f��r einen eigenen Onlineshop, werden die Fragen nicht weniger. Die bekanntesten und gr����ten Onlineshops sowie zahlenm����ig auch die meisten k��nnte man als klassischen Warenkatalog bezeichnen. Nach Kategorien sortiert wird eine un��berschaubare Auswahl an Produkten zur Verf��gung gestellt. Shopbetreiber versuchen zunehmend Orientierung zu geben. Wirkliche Shoppingfreude kommt insbesondere bei Frauen jedoch meistens noch nicht auf.

Als kleinerer Station��rh��ndler ist es da schwer aufzufallen. K��nnen Sie aktionistischer oder inspirierender sein als ein klassischer Onlineshop? Beispiele gibt es einige. So hat etwa Woot mit “One Day, One Deal” angefangen. Und Shops wie Tvino und Lubera stellen Videoformate in den Mittelpunkt.

Was wird das Besondere an meinem Onlineshop sein?

Ob nun klassischer Onlineshop oder alternatives Konzept: Es dreht sich immer wieder um die Frage nach dem USP (Alleinstellungsmerkmal). In einer Zeit des ��berangebots an Produkten und Anbietern, kann diese Frage jedoch immer seltener beantwortet werden. Wichtig ist, dass Sie nicht einfach eine Me-too-Strategie verfolgen. Ob Sie zu diesem Zweck einen USP in Ihrem Bereich finden, ist fraglich. Viele gibt es n��mlich nicht. Alexander Graf von Kassenzone schreibt dennoch folgerichtig :

“Wenn ihr nicht ��ber exklusive Produkte, den besten Preis oder das gr����te Sortiment in eurer Nische online argumentieren k��nnt, dann fehlt aus meiner Sicht ein starkes Argument f��r einen Online Shop.”

In Einzelf��llen k��nnen��legend��rer Kundenservice (z.B. Zappos ) oder Lieferleistung (Amazon, Shutl ) ebenfalls ein plakativer USP sein.

Welche Leistungen biete ich��rund um meine Produkte an?

Serviceleistungen rundum die Produkte bei Amazon

Nicht nur Ihre Produkte selbst sind entscheidend, sondern auch in welche Leistungen Sie sie einbetten. Stehen Sie Ihren Kunden mit pers��nlicher Beratung zur Seite? Wie kann bezahlt werden? Wie schnell werden Sie liefern? Wie sehen Ihre R��ckgabebedingungen aus? Sie brauchen ein Leistungsversprechen, das zu Ihrem Angebot passt und Kunden Sicherheit bei der Kaufentscheidung gibt.

Wie organisiere ich das Fulfilment?

Statt per Einkaufst��te kommen Ihre Produkte zuk��nftig per Paket bei Ihren Kunden zu Hause an. Haben Sie Infrastruktur und Ressourcen um den Versand selbst durchzuf��hren? Zalando hat zu Beginn noch aus dem eigenen Keller verschickt. Wenig sp��ter sind sie zu einem Dienstleister gewechselt. Zum Fulfilment geh��ren jedoch noch einige weitere Themen . Sie sollten sich daher fr��hzeitig ��berlegen, ob Sie dies leisten k��nnen oder outsourcen.

Wie werden potenzielle Kunden auf mich aufmerksam?

Hier ist insbesondere entscheidend, wie Sie die Frage weiter oben nach dem was sie einbringen k��nnen, beantwortet haben. Stehen Ihnen gr����ere Geldmittel zur Verf��gung, k��nnen Sie vorwiegend in Werbekampagnen und Google Shopping investieren.

Haben sie vor allem Zeit, aber wenig Budget, k��nnen Sie mit etwas Talent auf Content-Marketing setzen. M��gliche Ans��tze sind die oben genannten Garten-Videos von Lubera, die DIY-Videos von Hornbach, die Fashion-News von Two for Fashion (Otto) oder das Technik-Blog von Notebooksbilliger. Letztlich m��ssen aber auch diese Inhalte Ihre Zielgruppe erreichen. Daher empfiehlt sich in der Regel eine Kombination mehrerer Marketing-Ma��nahmen .

Viele Wege f��hren vom Station��rhandel zum E-Commerce

Soweit eine erste ��bersicht. Ganz klar, es gibt noch viele weitere Fragen und Details. Mal schnell online verkaufen ist nun mal eine Illusion. Viele Wege f��hren vom Station��rhandel zum E-Commerce. Jedoch die Begeisterung und den Mut zu haben, sich den unz��hligen Fragen, die am Anfang stehen, zu stellen, ist bereits ein erster Erfolg.

Und selbst wenn am Ende dabei heraus kommt, noch ein bis zwei Jahre Ihr Kerngesch��ft voranzutreiben. Sie haben in diesem Prozess bereits viel ��ber sich und Ihre Kunden gelernt. Daraus sollten bestenfalls einige Ideen zur Verbesserung Ihres Gesch��fts entstanden sein.

Noch mehr Fragen und Ihre Meinung

Falls ich nun Ihr Interesse geweckt habe und Sie mehr Tipps f��r den Station��rhandel lesen m��chten, empfehle ich Ihnen die Artikel von Alexander Graf und Karl Kratz . Weitere Tipps habe ich am Beispiel von Ikea und der Online-M��belmanufaktur Woonio aufgezeigt. Auch zuk��nftig werde ich mich weiter mit den M��glichkeiten des Station��rhandels besch��ftigen. Ein Abo per E-Mail oder Newsfeed lohnt sich also.

Denken Sie aktuell selbst dar��ber nach zus��tzlich online zu verkaufen? Oder fallen Ihnen weitere essentielle Einsteiger-Fragen ein? Ich freue mich ��ber Ihre Anregungen und Kommentare.

 

Original gefunden auf cx-commerce.de: Stationärhandel goes E-Commerce: 10 Fragen, die sich Einsteiger stellen sollten

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